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Die Sonne
Das    Leben    auf    der    Erde    ist    buchstäblich    von    der    Sonne    abhängig.   Obwohl    das    so    ist,    haben    wir    erst    in    den    letzten    Jahrzehnten damit     begonnen     diese     Plasmakugel     im     Zentrum     unseres Sonnensystems   zu   untersuchen.   Man   geht   davon   aus,   dass   sie ungefähr   4,5   Milliarden   Jahre   alt   ist   und   durch   den   gravitativen Zusammenbruch    einer    interstellaren    Gaswolke    entstand.    Eine nahgelegene       Supernova       könnte       Teile       dieser       Wolke zusammengedrückt   haben   und   so   die   Dichte   und   Temperatur   in   ihr steigen lassen. Die    Hauptbestandteile    der    Sonne    sind    Wasserstoff    74,9%    und   Helium    23,8%,    des    weiteren    besteht    sie    aus    Sauerstoff   1%, Kohlenstoff   0,3%,   Neon   0,2%   und   Eisen   0,2%.   In   ihrem   inneren wird    der    Wasserstoff    durch    die    Kernschmelze    zu    Helium umgewandelt,    was    Temperaturen    von    bis    zu    16.000.000    °C erzeugen. Das    Ende    der    Sonne    wird    in    etwa    5,4    Milliarden    Jahre    eintreffen,    wenn    ihr    Wasserstoff    verbraucht    ist,    sie    auf   das    200-Fache   ihrer   Größe   wächst   und   dabei   die   inneren   Planeten   verschlingt.   Sie   wird   als   Roter   Riese schließlich die Hälfte ihrer Masse ins All schleudern und als Weißer Zwerg enden. Für    Hobbyastronomen    ist    die    Sonne    der    einzige    Stern    auf    den    man    Oberflächenstrukturen    erkennen    kann.    Es   gibt   verschiedene Möglichkeiten die Sonne zu studieren. Die   wohl   günstigste   Möglichkeit   ist   es   sie   im   sogenannten   Weißlicht    mit   einem   einfachen   Sonnenfilter   zu betrachten.   Diese   Filter   werden   vor   der   Optik   angebracht,   es   gibt   sie   in   Folienform   oder   als   Glasfilter.   Für   ein 80mm   Anfänger   Teleskop   bekommt   man   die   Folienfilter   für   39   €,   wobei   man   als   Anfänger   lieber   zum   Glasfilter greifen   sollte,   da   man   die    dünne    Folie    leicht    beschädigen    kann    und    so    Erblindungsgefahr    besteht.    Im    Weißlicht   sieht   man   die   sogenannten   Sonnenflecken, jedoch keine Protuberanzen. Des   weiteren   gibt   es   die   Möglichkeit,   die   Sonne   im   sogenannten   Hα-Licht   656.3nm    und   Kalzium-Licht   393nm sichtbar   zu   machen.   Für   diese   Lichtspektren   braucht   man   spezielle   Teleskope   die   recht   teuer   sind.   Im   Hα-Licht kann   man   jedoch   die   Sonne   als   “kochenden   Gasball”   betrachten,   was   meiner   Meinung   nach   am   imposantesten aussieht.   Im   Kalzium-Licht   sieht   man   mit   dem   Auge   eine   dunkle   bläuliche   Kugel   auf   der   man   Sonnenflecken erkennen   kann.   Dieser   Bereich   des   Lichts   ist   aber   eher   für   den   fotografischen   Einsatz   geeignet,   da   das   Auge   in diesem Bereich nicht so empfindlich ist und dieser Lichtbereich, schädlich für das Auge ist. Für   den   fotografischen   Einsatz   sind   UV-Filter   300-400nm    und   IR-Filter   700-1000nm    auch   eine   gute   Wahl   um Sonnenaufnahmen    anzufertigen.    Jedoch    muss    in    beiden    Fällen    eine    Vorfilterung    unternommen    werden,    um    die   Helligkeit    auf    ein   Minimum    zu    reduzieren.   Bei   beiden   Filter   nur   per   Liveview   fotografieren   da   diese   Wellenlängen das Auge schädigen.